Die Rohrweihe

Die Rohrweihe (Circus aeruginosus) ist ein Langstreckenzieher, der hauptsächlich in Afrika überwintert. Ab April kann der Vogel mit etwas Glück auch bei uns im Pramtal beobachtet werden. Mit einer Größe von 48-56cm und einer Spannweite von bis zu 140cm ist die Rohrweihe etwas größer als der bei uns weiter verbreitete Mäusebussard.

Mit einem Bestand von nur 15-20 Paaren ist die Rohrweihe in Oberösterreich sehr selten und entsprechend gefährdet. Sie fällt daher unter die besonderen Bestimmungen des oberösterreichischen Naturschutzrechts.

Das Männchen (Bilder oben) hat scharf abgesetzte schwarze Flügelspitzen und ist auf der Unterseite hell gefärbt.

Das Weibchen der Rohrweihe hat ein dunkelbraunes Gefieder, Scheitel und Kehle sind cremeweiß gefärbt (Bilder unten).

Der Greifvogel ernährt sich hauptsächlich von Kleinsäugern, Vögeln und Insekten.

Auch wenn sich dieses Exemplar hier vergeblich an einem Feldhasen versucht hat, die Hauptnahrung des Vogels besteht aus Mäusen.

Im Bild rechts kann man gut eine Wühlmaus in den Fängen der männlichen Rohrweihe erkennen.

Die Brutzeit dieser Greifvogelart ist von Juni bis August. Dabei wird nur eine Brut großgezogen. Schon bald nach der Ankunft im Brutgebiet beginnen die Männchen mit Balzflügen. In Oberösterreich ist das bedeutendste Brutgebiet am Unteren Inn zu finden.

Im Bild links ist ein Balzflug eines potenziellen Brutpaares zu sehen.

Das Nest wird vom Weibchen in hohem Schilf oder teilweise in Kornfeldern gebaut. Die Jungvögel haben beim Verlassen des Nestes ein schwärzlichbraunes Gefieder, Scheitel und Kehle sind goldgelb (siehe Bilder unten).

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