Der Mäusebussard

Der Mäusebussard (Buteo buteo) ist der häufigste Greifvogel Europas. In Mitteleuropa ist er ein Standvogel, es können sich im Winter aber auch Exemplare aus dem Nordosten dazu gesellen. Der bis zu 57cm (Spannweite 113-128cm) große Vogel hat eine sehr variable Gefiederfärbung, welche von einfarbig schwarzbraun bis hin zu fast weiß reichen kann.

Der Mäusebussard ist ein Ansitzjäger. Er beobachtet seine Umgebung von erhöhten Sitzplätzen, von wo aus er seine Beute erspäht. Diese besteht hauptsächlich aus Wühlmäusen und Kleinsäugern, aber manchmal auch aus Vögeln, Insekten, Regenwürmer und Reptilien. Im Winter ernährt er sich auch von Aas, weshalb er zu dieser Zeit oft in der Nähe von Straßen ansitzt.

Bei passender Thermik schraubt sich der Mäusebussard auch gerne in große Höhen und er sucht dann von dort den Boden nach Beute ab. Wenn er dabei in Reviere von Rabenvögeln gerät, versuchen diese ihn hartnäckig zu vertreiben.

Die Landschaft des Innviertels ist ideal für den Greifvogel, denn er bevorzugt strukturreiche Landschaften mit einem Wechsel von Wald, Ackerland und Grünflächen.

Praktisch ganz Oberösterreich ist potentielles Brutgebiet. Brutplätze finden sich im Wald, aber auch an Gehölzgruppen und Einzelbäumen. Die Brutzeit reicht von März bis August, weshalb späte Forstarbeiten zu Störungen der Brut führen können.

Hier im Bild ist ein Jungvogel im Horst zu sehen.

Das Foto entstand 2022 in einem Wald in Riedau. Dabei war ich getarnt und nur kurz in der Nähe des Horstes, um die Störung so gering wie möglich zu halten.

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